Sangha

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 Mönche bei der Rezitation im Kloster Aruna Ratanagiri, GB

 

Als Sangha wird die klösterliche Gemeinschaft ordinierter Männer und Frauen (Bhikkhus und Bhikkhunis) im Buddhismus bezeichnet, die der Buddha auf Bitten seiner Anhänger gründete. Diese Gemeinschaft widmet sich ganz der spirituellen Praxis und ist seit nun rund 2500 Jahren ein Garant dafür, dass der Dhamma des Buddha uns noch heute zur Verfügung steht. Bedauerlicherweise ist die Linie theravada-buddhistischer Bhikkhunis vor einigen Jahrhunderten "ausgestorben". Gegenwärtig gibt es verschiedenste Bestrebungen diese wieder instandzusetzen.

Um das Ideal der Selbstlosigkeit zu verwirklichen, leben die Mitglieder des Sangha in Ehe- und Besitzlosgkeit. Das bedeutet, dass sie auf die Unterstützung der buddhistischen Laien angewiesen sind, um ihren grundlegenden Bedarf an Lebensmitteln, Bekleidung, Unterkunft und medizinischer Versorgung zu decken. Die Sangha bietet seinerseits den Laien Stärkung durch ethische und geistige Inspiration, Unterweisung in Meditation und in der Lehre des Buddha, durch die Möglichkeit eines zeitweiligen Aufenthaltes im Kloster und einen beispielhaften Lebensstil.

Kloster- und Laiengemeinschaft unterstützen sich auf diese Weise gegenseitig zu beiderseitigem Wohl. In der Interaktion mit der Laienanhängerschaft (Upasakas und Upasikas) kommen dem Sangha zwei Hauptaufgaben zu: Er vermittelt und überliefert die Lehre - auch die Existenz dieses Meditationskreises als auch dieser Webseite ist ursächlich auf die Bemühungen des Sangha zurückzuführen. Weiterhin ist er aufgrund der Verwirklichung und der angestrebten Reinheit seiner Mitglieder das bestmögliche Vorbild für die Praxis und ein ausgezeichnetes Verdienstfeld. Jegliche Spenden und Gaben für den Lebensunterhalt der Bhikkhus und der Nonnen als Repräsentanten des Sangha, bringen allerhöchste Verdienste für den Gebenden - so trägt man zur Erhaltung der Gemeinschaft und also auch zu der Erhaltung des Dhamma bei.

Dass der Buddha die meisten der überlieferten Lehrreden an Bhikkhus richtete, hat in manchen westlichen Kreisen den Eindruck erweckt, der Buddhismus sei eine Mönchsreligion. In vielen Lehrreden stellt der Buddha auch deutlich dar, dass das monastische Leben ohne die Ablenkungen und vielfachen Verwicklungen der alltäglichen Geschäftigkeit im Laienstand die besten Voraussetzungen für die Verwirklichung des Dhamma bietet. Er hat jedoch ebenso verkündet, dass praktizierende Laien ebenfalls bis zur Befreiung, dem Nibbana, vordringen können.

Letztendlich zeigt der Budda und sein Dhamma allen Wesen lediglich den Weg zur Leidfreiheit. Der Dhamma ist nicht als Gegenstand religiöser Verehrung oder Objekt wissenschaftlichen oder schöngeistigen Interesses gegeben worden; es ist von persönlicher Relevanz. Es liegt an jedem einzelnen von uns, diesen Weg auch zu gehen - niemand sonst könnte dies für uns tun.

 


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